Die Zahl der Todesfälle von Kindern im Vorschulalter nimmt laut DLRG weiter zu. 24 Jungen und Mädchen bis zum fünften Lebensjahr kamen 2009 bundesweit bei Badeunfällen ums Leben, in Nordrhein-Westfalen waren es drei. Von den insgesamt 60 ertrunkenen Menschen in NRW starb nur einer in einem Schwimmbad. "Dramatisch", findet DLRG-Sprecher Wolfgang Worm die Entwicklung, die sich in der Badesaison 2010 andeutet. Die meisten Kinder in dieser Altersgruppe könnten noch nicht schwimmen. "Nur ein ganz kleiner Anteil der Kinder hat das Seepferdchen, wenn sie in die Schule kommen." Laut einer DLRG-Studie können beim Verlassen der Grundschule 45 Prozent der Schüler noch immer nicht sicher schwimmen.
Die Schwimmfähigkeit der Kinder habe sich verschlechtert, weiß auch Elke Struwe. Die Vorsitzende der Schwimmjugend im Schwimmverband NRW kennt mehrere Gründe dafür: Eltern setzen "im Überangebot der Aktivitäten" andere Prioritäten oder sehen es als Luxus an, für Kinder einen Schwimmkursus zu buchen. Zudem wollen immer mehr Kommunen in Zeiten leerer Kassen einige ihrer Schwimmbäder schließen. "Schwimmbäder sind kein Pflichtangebot einer Stadt", sagt Worm – deshalb landeten sie häufig auf der Streichliste. Doch für Verbände, Vereine und Schulen bedeute das immer weniger Termine für Schwimmkurse und Trainingszeiten. "Das wird dazu führen, dass wir zukünftig mehr Nichtschwimmer, weniger Rettungsschwimmer und somit eine höhere Zahl Ertrinkender haben werden."
Es gibt in NRW Projekte, um die Sicherheit von Kindern beim Schwimmen früh zu fördern. Erzieher können eine Zusatzqualifikation machen und Kindergartenkindern das Schwimmen beibringen, sagt Elke Struwe vom Deutschen Schwimmverband. Denn: "In vielen Grundschulen herrscht ein Mangel an Sportlehrern, häufig fällt das Schwimmen weg."
                                                
 

 


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